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Montag, 10. Januar 2011

Jahresrueckblick 2010 - Leon

Ein Jahr ohne Meisterwerke war 2010 auch fuer mich und auch fuer mich steht das konsequente Einreissen von Genregrenzen im Vordergrund. Wenn man in den Jahreslisten naemlich nicht unbedingt auf die ersten 3 Plaetze, sondern vielleicht auf die Plaetze 10-20 guckt, sieht man fast immer Titus Andronicus und Janelle Monae. Gut, den ersten Act haette man immer schon auf eine seltsame Indie-Punkschublade gestellt, aber was sie dieses Jahr abgeliefert haben, hat der Zusammenfassung von “Springsteen” und “Punk” erst einen Sinn verliehen und diesen zweifelhaften Stil in einen neuen Zustand uebergeleitet. Janelle Monae hingegen macht doch eigentlich RnB oder wenigstens etwas Aehnliches und ist trotzdem voll und ganz im Indie-Mainstream angekommen. Was frueher kaum denkbar gewesen waere, ist auch hier durch die Entfesseltheit der Musik gelungen, die trotzdem auch in den Charts – und wir reden hier von den USA und Deutschland, nicht von den charttechnisch schon immer seltsamen UK – erfolgreich sein konnte. Wenn der alte Funk- und Soulgeist von Kuenstlerinnen wie Janelle Monae oder Erykah Badu weiter so stark waechst wie in diesem Jahr, wuerde dem Eintritt von RnB in akzeptable Musik nichts im Wege stehen. Hoffen wir mal drauf!

Was weiterhin auffaellt, wenn man sich diese beiden so verschiedenen Acts anguckt ist der Einfluss psychedelischer Musik und der beschraenkt sich nicht nur auf sie. !!! und auch of Montreal, bei denen das jedoch normal ist, haben sich zumindest mittelpraechtig von bewusstseinserweiternden Klaengen beeinflussen lassen. Die Szene, die diesen Sound wirklich verfolgt, nimmt also langsam Einfluss auf die Szene der alternativen Musik und wirft gleichzeitig sogar ihre ersten Erfolge ab. Siehe Tame Impala: wer haette gedacht, das man mit diesem Sound auf Platz 4 der Charts landen kann; obwohl das nur in Australien war, kann man trotzdem den Hut ziehen, auch wenn der Hype um diese Band haette mehr Bands treffen sollen, die mindestens gleichwertige Alben herausgebracht haben. Neben den in meiner Liste angesprochenen Alben von Samsare Blues Experiment, White Hills und Pontiak gab es auch welche von Hypnos 69, Ufomammut, U.S. Christmas, Warpaint, The Black Angels und noch eine Menge anderer Bands. Kaum ein anderer Stil hat noch so eine Fuelle an guten Veroeffentlichungen zu bieten und das dann auch noch auf Platte. Was nicht fehlen darf ist natuerlich zu sagen, dass das auch noch alles so international ist: Neben Bands aus Amerika (Pontiak, White Hills) und Deutschland (Samsare Blues Experiment, Colour Haze) kommen Italiener (Ufomammut) hinzu, Daenen (Causa Sui) und eben Australier (Tame Impala). Wenn das mal keine Ausgangslage ist.

Alles in allem bin ich mit 2010 ganz zufrieden, aber eigentlich eher mit der Entwicklung von Musik, die sich fortsetzt, als mit den tatsaechlichen Alben. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass sich das in 2011 aendert. Hohe Versprechungen kamen unter anderem von Death Cab For Cutie, die ihr neues Album “Codes And Keys” selbst unglaublich gut finden und damit werden sie nach der Veroeffentlichung bestimmt nicht mehr allein dastehen. Wo DCFC mit ihrem ersten nicht-gitarrenbasierten Album einen Schritt weg von ihrer bisherigen Karriere machen, veroeffentlichen Noah And The Whale mit “Last Night On Earth” zeitlich ganz nah ein Album, das die beiden unterschiedlichen Vorgaenger zu vereinigen scheint. Auch eine andere meiner Herzensangelegenheits-Folk-Band, naemlich Black Rust aus Deutschland, haben ihr 2. richtiges Album angekuendigt. Aus Deutschland kommt ausserdem noch was Neues von Faust, die alten Maenner haben wieder “Lust” und bringen “Something Dirty” raus. Genauso experimentell wie dort, aber mit viel mehr Kirmes geht es ausserdem auch wieder bei Man Man zu, “Doo Right” bin ich immer noch verfallen. Die letzte Ergaenzung zu Markus muss ich noch mit einem neuen R.A. The Rugged Man Album machen, an das ich noch nicht Recht glauben will. Aber was kann eigentlich noch schief gehen bei dem Jahr, das uns da erwartet.

Also, das war sie schon, meine Fortsetzung. Auf 2009 und 2010 kann ja auch eigentlich nur 2011 folgen und darum wird der Blog auch defintiv weitergehen, mit alter Staerke.

Sonntag, 9. Januar 2011

Jahresrueckblick 2010 - Markus

Mittlerweile ist auch das erste Jahr der neuen Dekade wieder vorbei und wie in jedem Jahr seit der Entstehung von moderner Musik gab es wieder allerlei Alben und musikalische Ereignisse. Vor kurzem wurden ja die Listen unserer Lieblingsalben gepostet, von daher wisst ihr nun auch, was uns 2010 am meisten geflasht hat. Schaut man sich nun die Listen anderer Websites, Zeitschriften und sonstiger Musikmedien fällt eins auf: Ein absolutes Konsensalbum wie die vor zwei Jahren erschienende Animal Collective gab es diesmal nicht, aber dafür einige Platten, die nah an diesen Status rankommen. Fast kein Topranking kam ohne Aracde Fire, LCD Soundsystem oder Kanye West aus. Bei den ersten zweien war dies zu erwarten, da sie auch schon vorher einen großen Stellenwert bei Kritikern und Fans hatten. Beim US-Rapper verwundert der große Hype allerdings schon, da er zu einem nicht kleinen Teil auch von eher Indiemusik orientierten Medien wie Pitchfork, Stereogum und Spin stammt. Das zeigt einmal mehr, dass Genregrenzen immer unwichtiger und wenig beachtet werden. Ob die eben genannten Alben allerdings wirklich so stark sind, wie behauptet, sei jetzt mal dahingestellt.

Und wo wir grad bei Genregrenzen waren, 2010 gab es definitiv eine Menge interessante Entwicklungen in den Musikszenen und -richtungen. Ein ehemaliges Randgenre wie Dubstep schaffte es beispielsweise (zumindest im UK und Internet) in die breite Öffentlichkeit. Dafür verantwortlich waren unter anderem hochgelobte Releases von Künstlern wie Mount Kimbie und James Blake, die die Ideen von Dubstep in neue Regionen weiterführten, die Supergroup Magnetic Man bestehend aus Skream, Artwork und Benga, deren erste Single und das dazugehörige Album die britische Top10 erreichte, und unzählige andere Künstler im Bereich der elektronischen Musik, die sich vom basslastigen Sound beeinflussen ließen. Eine weiteres Genre was gehörigen Aufwind erfuhr war Glitch Hop und allgemein Klänge die auf (Hip-Hop)Beats aufbauten und nicht unbedingt zum Tanzen geeignet sind. Besonders aus der amerikanischen Szene gab es viele gute Veröffentlichungen, meist aus dem Umfeld des Brainfeeder-Labels und seinem Gründer Flying Lotus, die sowohl von Kritikern als auch Hörern überwiegend positiv aufgenommen wurden. Auch bei uns erhielten Platten von Acts wie Gold Panda und Baths überdurchschnittliche Bewertungen.

Ein Thema was uns schon 2009 beschäftigt hat, war die Entwicklung des britischen Indierocks nach dem großen Hype zu Beginn. Damals stellten wir fest, dass es dank Bands wie Kasabian und The Horrors durchaus noch weiter gehen kann. Doch im vergangenen Jahr kam kaum etwas Nennenswertes aus der Richtung, was ja wegen der Lichtblicke im vorletzten Jahr durchaus verwundert. Ein Beleg für den schwachen Zustand ist die Tatsache, dass die wahrscheinlich am britischsten klingende Band derzeit aus den Staaten stammt. Die Rede ist von The Drums mit ihrem klassischen Indiepopsound samt Referenzen an The Smiths und co. Im Deutschrap passierte da schon etwas da schon etwas mehr. Nicht nur, dass "... mal sehen, ob das ein Album wird" von Musik für Menschen es als Aussenseiteralbum auf Platz eins einer unserer Hitlisten schaffte . Auch die Platten von Morlockk Dilemma, JAW und den Beleidigern waren überdurchschnittlich. Zudem gab es mit Tufu auch einen hoffungsvollen neuen MC, dessen Platte "Die Symbolik des Mastschweins" man sich hier
legal und kostenlos runterladen kann. Von ihm werdet ihr bestimmt noch mehr hören, auch bei uns. Letztendlich war 2010 für HipHop zwischen Rhein und Oder sicherlich nicht das schlechteste Jahr, allerdings hätte es mMn ein paar richtig gute Alben mehr geben können. Mal sehen was uns dann dieses Jahr raptechnisch erwarten wird. Ich bin gespannt, da u.a. Morlockk Dilemma schon seinen vierten Longplayer für den kommenden Februar angekündigt hat.

Eine andere Band, die ebenfalls die deutsche Sprache in der Musik benutzt, ist Tocotronic und damit hatten sie 2010 soviel Erfolg wie nie zu vor. Das erste Mal schaffte die beste oder zumindest bedeutendste Indierockband Deutschlands es auf Platz 1 der Charts und auch Magazine wie Spex und Musikexpress lobten "Schall Und Wahn" in höchsten Tönen. Sicherlich einer der wenigen Lichtblicke im heimischen Musikmainstream, der auch dieses Jahr von Grausigem geprägt war, sei es Unheilig oder ein mieser WM-Song von Shakira. Allerdings gab es auch Hoffnungsschimmer, da immer öfter Musiker, die eigentlich in der Independet bzw. alternativen Szene bekannt worden sind, größere Erfolge feiern. So z.B. beim Soulsänger Aloe Blacc und den Synthpoppern Hurts geschehen.

Nach dem wir nun noch einmal zurück auf die ein oder andere Entwicklung geblickt haben, interessiert es natürlich wie es 2011 weiter geht. An großen Namen mangelt es schon mal nicht. Arctic Monkeys, Mogwai, Coldplay und Trail Of Dead um nur einige zu nennen. Rockfans können zudem sich auf die Rückkehr der Stonerlegende Kyuss freuen, Rapheads dürften auf die Releases von Madvillain, Alligatoah und dem bereits erwähnt Morlockk Dilemma gespannt sein und in der Indiegemeinde erwartet man die Platten von Cold War Kids, Portugal. The Man und White Lies. Und als ob das alles nicht genug ware, gibt es u.a. auch noch Ankündigungen bzw. sogar schon Termine für etwas Neues von den Post-Punk-Größen Gang Of Four, der Schwedischen (Indie)Popsängerin Lykke Li und den bärtigen Barden von Fleet Foxes. Bei so vielen interessanten Alben werdet ihr bestimmt auch wieder einige Rezensionen von uns zu lesen bekommen.

Abschließend bleibt zu sagen, dass mich 2010 trotz großer Vorfreude nur bedingt begeistern konnte. Im Gegensatz zu 2009 hat es mich sogar ziemlich enttäuscht, denn mein Lieblingsalbum des vergangen Jahres, Wavves' "King Of The Beach", hätte es ein Jahr zuvor nur knapp in die Top10 geschafft. Sicherlich gab es auch in den letzten 12 Monaten einige gute Alben, aber die wirklichen Meisterwerke fehlten leider. Aber diese Enttäuschung kann ja durch ein besseres 2011 wieder ausgeglichen werden.


Fortsetzung durch Leon folgt morgen.

Donnerstag, 6. Januar 2011

Alben des Jahres 2010 - Redaktion: Markus

1. Wavves - King Of The Beach

Nathan Williams und Band machten eine ähnliche Entwicklung wie Yeasayer durch und wendeten sich von einem eher sperrigen Sound zu einer popbetonteren Richtung. Der Unterschied: Wavves machten früher nicht Psychedelia sondern Lo-Fi/Garage Rock und sind nun bei gemäßigtem Surf-Punk bzw. Indie Rock angelangt. Und dieser Stil steht ihnen sehr gut. Waren früher viele der guten Ideen noch von Feedback und grausiger Aufnahmequalität überschattet, so kann man jetzt die Songs ungehindert genießen. Trotz der Verbesserung des Sounds, steckt die Energie des Punks noch immer in der Musik von Wavves. Mittlerweile hört man aber auch schon Popsongs wie "Baby Say Goodbye" von Nathan und co. Zusammen mit den treibenden Kracher wie "Post Acid" und dem Titeltrack ergeben die was? Genau, das Album des Jahres.




2. The Dance Inc. - This Fighting

Das ich auf diese Platte sehr gespannt war, hab ich ja bereits in der Rezension vor ca. einem halben Jahr bereits behandelt. Als mich dann "This Fighting" trotz hoher Erwartung nicht enttäuscht hatte, war ich natürlich umso glücklicher. Auch auf ihrem zweiten Longplayer spielen die 2 wieder eleganten und gefühlvollen Synthpop, der sowohl auf Tanzbarkeit als auch auf große Gesten nicht verzichtet. Diesmal gestaltet sich das auch etwas kantiger als noch auf "Legs And Arms". Ein Klassiker wie eben genanntes ist "This Fighting" dann jedoch nicht, doch dank hoher Qualität reichts für den zweiten Platz in meiner Liste.




3. Yeasayer - Odd Blood

Nachdem die Band mit ihrem sperrigen Debut vor allem Kritiker begeistern konnten, setzten sie bei "Odd Blood" voll auf Pop. Das hat sich gelohnt, denn 2010 wurden Yeasayer so sehr gefeiert wie nie zuvor und das auch zu Recht. Mit ihrem Stilwechsel verkraulten sie zwar auch manchen früheren Fan, doch wenn man dann so großartige Songs wie "Ambling Alp" und "O.N.E." schreibt, kann man das sicherlich verkraften. Ihre Musik ist trotzdem immer noch nicht für jedermann, da sie auch auf "Odd Blood" noch immer unzählige Genres miteinander mixen. Space-Pop trifft auf Prog, Electronic auf Psychedelic. Ergebnis: Großartig!



4. Bratze - Korrektur nach unten & die Notwendigkeit
einer Übersetzung


Auch auf ihrem zweiten Album schaffen es Bratze die recht unterschiedlichen Stile ihrer Solokünstler ClickClickDecker und Der Tante Renate gekonnt zu verbinden. Das bedeutet: Singer/Songwriter-Texte treffen auf Electro-Beats. Sowohl ersteres als auch letzteres können überzeugen. Bratze bringen einem zum Tanzen und gleichzeitig zum Nachdenken. Viele Textstellen bleiben da längerfristig hängen. So heißen die 2 den Hörer "im Abseits, den zensierten Stellen" willkommen und fordern in "Das Einfache Fluten" auf die Netzwerkverbindungen zu kappen und sich sein Leben zurückzuholen. Mit "Korrektur Nach Unten" im Player mach ich das natürlich gerne.




5. Crystal Fighters - Star Of Love

Die Top 5 erreicht, für Platz 1 reichts aber leider nicht. Doch 3 weitere Titel erhalten Crystal Fighters dennoch von mir. Zum ersten, bestes Album eines Newcomers. Zweitens: Die geheimnisvolle britische/baskische Band haben mit "Star Of Love" die Platte mit der wahrscheinlich größten Hitdichte des Jahres geschaffen. Kaum ein Song, der nicht schnell ins Ohr geht, kaum ein Song, der nicht in die Beine geht. Und natürlich noch drittens: in "Swallow" hört man auch zudem noch die geilste Dubstep-Bassline 2010. Die hier gehörte Musik gehört zudem auch noch zu den aufregendsten die man in der letzten Zeit hören konnte. Einziger Makel ist der Zustand, dass die einzelnen Songs im Albumformat leider nicht so gut wie allein stehend funktionieren.

6. Neon Indian - Psychic Chasms
Mithilfe von Oldschoolsynthies kreiert Alan Palomo einen rumpeligen, eingängigen und liebenswerten Popsound, der Dank der fragwürdigen Politik seines
europäischen Plattenlabels und daraus folgender "1-Jahr-später-als-in- den-USA"-Veröffentlichung auch bei den besten Alben 2010 stehen kann.

7. Flying Lotus - Cosmogramma
Der amerikanische Beatbastler schickt uns auf einen spannenden und erfrischenden Spacetrip der in Punkto Kreativität dieses Jahr seines gleichen sucht. Die Platte ist mal funky, mal verträumt, mal sphärisch und mal auch tanzbar, aber vor allem fast immer überzeugend.

8. Gold Panda - Lucky Shiner
Eine weitere diesjährige Platte die sich den (entspannnten) elektronischen Beats verschrieben hat. Ähnlichkeiten zu Teebs, Baths und co sind also durchaus vorhanden. Gold Panda klingt aber trotzdem eigenständig und liefert zudem mit dem Opener "You" einen der besten Tracks des Jahres ab.

9. Miami Horror - Illumination
Neben The Dance Inc. das Album, auf das ich am meisten gespannt war. Letztendlich hatte ich mir ein bissen mehr erhofft, doch für ein Debut ist "Illumination" trotzdem stark. Denn oft genug findet man hier Electropop wie er sein sollte. Nachzuhören bei beispielsweise "Sometimes" und "Holidays".

10. Various Artists - Afro-Beat Airways: West African Shock Waves (Ghana & Togo 1972-78)
Eine Kompilation die wieder einmal zeigt, dass man sich mit der afrikanische Musikszene definitiv noch gründlicher beschäftigen sollte, da sie noch zahlreiche Perlen beinhaltet, die (noch) unbekannt sind. Auf "Afro-Beat Airways ..." bekommt man 15 tolle Lieder aus Afrobeat und -Funk, die nur so vor Spiel- und Lebensfreude strotzen.

11. The Roots - How I Got Over
DIE Rapplatte des Jahres, wobei die Konkurrenz nun auch nicht so stark war. Trotzdem ein gelungene Erweiterung von HipHop mittels Indie, Soul und Pop. Zusätzlich einige gute Features wie John Legend, der den Refrain im besten Track, "The Fire" vorträgt, und Joanna Newsom auf "Right On".

12. Shy Child - Liquid Love
Der recht krasse Stilumbruch musste erstmal verdaut werden, so dass das Album nicht sofort zündete. Allerdings befanden sich auf "Liquid Love" einige tolle Hits, die im Ohr blieben uns so nach und nach auch den Großteil der restlichen Platte mit sich zogen. Zum Schluss bleibt die Erkenntnis, dass Shy Child einfach wissen wie man Pop macht.

13. Baths - Cerulean
Eine angenehme Platte mit schöner Atmosphäre und entspannten Beats. Ein wolhlklingender Sound, der Dank Popappeal auch sehr zugängig ist. Einziges Problem: der Gesang. Teilweise ok, manchmal aber auch sehr nervig. Aber egal, es bleibt ein gutes Album.

14. Maserati - Pyramid Of The Sun
Wie auch bei Platz 20 passt der Name der Band hervorragend zur Musik. Die Songs auf "Pyramid Of The Sun" sind linear und treibend und reißen den Hörer in den besten Momenten wirklich mit.

15. Tocotronic - Schall Und Wahn
Sicher nicht das stärkste Werk der Band, das teilweise auch etwas zu langatmig gerät. Trotzdessen findet man hier wieder einige Momente von sowohl musikalischer als auch lyrischer Schönheit.

16. The Hundred In The Hands - The Hundred In The Hands
Relativ unspektakuläres bzw. unaufregendes Debut der New Yorker Band. Was nicht heißen soll, dass die Musik schlecht ist, das ist sie nämlich definitiv nicht. Oft ist sie sogar richtig gut.

17. Mystery Jets - Serotonin
Die Beurteilung dieser Platte ist keine leichte Sache. Auf der einen Seite stehen tolle Hits wie der Titeltrack und "Dreaming Of Another World", auf deranderen die furchtbar kitschigen Stücke wie "Alice Springs" und "Lorna Doone". Letztendlich überzeugt aber die erstere Seite, da sich die guten Songs in den Gehörgängen festbeißen und so die schlechten Momente in den Hintergrund drängen.

18. Four Tet - There Is Love In You
Kein Album zum (positiven) Ausrasten, sondern zum zurücklehnen und genießen. Einfach schöne Musik ohne wirkliche qualitative Höhen und Tiefen.

19. We Have Band - WHB
Britischen Indietronic wie er im Lehrbuch steht, mit gewissen Post-Punk Einflüssen, liefert das Londoner Trio. Nichts sonderlich neues, aber es geht oft in die Beine und kann stellenweise auch auf atmosphärischer Ebene punkten.

20. Die Beleidiger - Die Erde Ist Eine Scheibe
Die Crew um Sylabill Spill und dem Retrogott macht erneut aus ihrem Namen Programm und battelt Whack-MCs und Pseudo-Gangster. Wie immer kann sich der Hörer dabei auf einige amüsante Punchlines und coole Beats freuen.

Mittwoch, 5. Januar 2011

Alben des Jahres 2010 - Redaktion: Leon

Hier kommt ein relativ umfangreicher Bericht ueber meine Lieblingsalben des Jahres. Es sind 22 geworden, statt der 20, die ich eigentlich besprechen wollte, aber ab und zu draengt sich halt noch was rein. Morgen schon kommen die Alben des Jahres von Markus... die sind gewohntermassen ganz anders als meine. ;)


1. Musik fuer Menschen - ...mal sehen, ob
das ein Album wird (9/10)

Eigentlich steht das hier stellvertretens fuer ein ganz grosses, aber klein geschriebenes form. Der hat dieses Jahr neben seinem wie immer unhoerbaren Untape 3 Tontraeger unter 3 Namen releast. Musik fuer Menschen war als das abwechslungsreichste der 3, die alle einen aehnlichen Stil hatten, der ein abstraktes Gemisch aus HipHop, Indie-Pop und Elektronischer Musik ist – also sowas wie das Daelek/Faust-Album, wenn es Flying Lotus und Maeckes gemacht haetten - das beste. Von erwartungsvoll uebergluecklich bis suizidgefaehrdet traurig gab es alles auf diesem Album zu hoeren ausser die Rapkuenste von form. Das war cool, aber mit etwas weniger Schizophrenie koennte ich hier jetzt “Meisterwerk” schreiben.




2. The Tallest Man On Earth - The Wild Hunt/
Sometimes The Blues Is Just A Passing Bird EP

Ein Mann mit einer Gitarre. Und raus kommen die schoensten und ehrlichsten Folksongs seit Bob… nein, Bob Dylan war gar nicht so gut. Tatsaechlich habe ich noch nie so gute und dabei so simple Folksongs gehoert. Diesen Songs werde ich wohl noch lang zuhoeren bis das naechste Album des Schweden kommt, wenn er vielleicht auf Albumlaenge die Staerke der EP ausbreitet oder sich haeufiger ans Piano traut oder ein paar Hintergrundgeraeusche mehr einbaut. Nicht falsch verstehen! The Tallest Man On Earth soll nie etwas anderes werden als der Mann mit der Gitarre aus “King Of Spain”, bitte.




3. Samsara Blues Experiment – Long Distance Trip (8/10)

Waere ich jetzt jemand, der gerne hypet, wuerde ich SBE jetzt die neuen Colour Haze nennen. Das wiederum setzte voraus Menschen wuerden Colour Haze ausserhalb des Genres und ausserhalb von Deutschland auch als Goetter verehren. Alle anderen bringen meistens einen Vergleich mit Earthless - aber der sitzt nicht. Wo Earthless auf irrelangen Psychedelic/Stoner-Uebungen einen fast postrockigen Entwicklungsansatz verfolgen, geht das bei SBE schneller, was vor allem daran liegt, dass die Gesangseinsaetze Unterbrechungen der Jams verlangen. Wie bei Colour Haze eben, nur wirkt das hier nicht so zwingend, sondern ab und zu eher gezwungen wirkt. Aber das und auch, dass die Stimme sich noch weiterentwickeln sollte, sind die einzigen Schwachpunkte des Albums, denen mit den indischen Einfluessen und der generellen Qualitaet der Musik deutlich mehr Gutes gegenueber steht. Das sage ich wenigstens, so als Liebhaber dieser Szene in Deutschland.




4. Scout Niblett – The Calcination Of Scout Niblett

Eine Frau mit einer Gitarre. So rau, emotional und verzerrt ist das Instrument, dass es an manchen Stellen gar nicht mehr als dieses wiederzuerkennen ist. Sowohl die Lyrics als auch die Musik ist dabei so minimal gehalten, dass man nur schwer noch von Rockmusik sprechen kann. Es ist irgendwie zu still dafuer um Grunge zu sein, und viel zu laut fuer Folk. Aber Einfluesse von Nirvana sind schon zu hoeren und von den 60er-Folkrockern ist ein ganz leiser Nachall zu hoeren, wo nichts hallt, sondern eigentlich alles droehnt.




5. Titus Andronicus - The Monitor

Am Ende hat dann doch jeder Stil seine Daseinsberechtigung. Als das erste mal jemand das Wort “Springsteen-Punk” benutzte, waere ich am liebsten dabei gewesen und haette ihn geschlagen. Titus Andronicus fuehren diesen jetzt aber auf so schoene Weise ad absurdum, dass es eine Freude ist. Mit dem Einsatz von Blaesern, Streichern und einem Dudelsack-Solo machen sie so viel um das letzte Stueck Punk auszuradieren, dass am Ende sogar ihre unpunkigsten Momente wie das Duett “To Old Friends And New” wieder irgendwie dagegen sind. Mehr dagegen als Craig Finn von The Hold Steady je sein wird, obwohl er mit einem Vorlese-Part hier vertreten ist. Obwohl die Songs also bei laengen bis zu 15 Minuten den Amerikanischen Buergerkrieg beschreiben und die Texte so ueberhaupt nicht rebellieren, sondern mehr emotional aus der Seele sprechen als politisch, ist dies mein Punkalbum des Jahres.

6. Perfume Genius – Learning
Indie-Pop-Songs mit unglaublich guten Texten nur auf amateurhaftem Keyboard und verhallter Stimme und ohne Produktion. Musik geht eigentlich gar nicht direkter.

7. Faust - Faust Is Last
Die Industrial-Vaeter entdecken die Rockmusik fuer sich. Das Droehnen, kalte Schimmern, Schwanken, all das Zeitlose bleibt ihnen dabei aber erhalten. Diese Band koennte sich soviel aendern wie sie will, am Ende stehen immer Hans Joachim Irmler vor dir und macht irgendwas mit deinem Gehirn… Seltsame 70er.

8. Fotos – Porzellan
Ehemalige Indie-Rock/Britpop-Band macht auf einmal ein Noiserock-Album im Sinne von The Jesus & Mary Shain – Shoegaze ist ein Scheissbegriff – und das mit tollen, wenn auch sehr metapherlastigen Texten.

9. Weekend – Sports
Fiebsen kann manchmal so emotional sein und wenn unter dem ganzen Noise dann sowas wie The Velvet Underground in Punk drunterliegt, bin ich zufrieden.

10. Johnny Cash - American VI
Johnny Cash, muss ich da was zu schreiben?

11. The Ruby Suns - Fight Softly
Blubber-Pop mit langsamen Gesang und einer vielfaeltigen Soundlandschaft; Ne Tour mit Animal Collective waere passend.

12. Chase The Dragon – Tales of Transit
Ein Band aus Magdeburg, die nur noch Piano und Akustikgitarre spielt. Das sind astreine Popsongs, aber mit Herz.

13. SDP – Kontrastprogramm
Ehemalige Fun-HipHop-Band ist das auch weiterhin und macht ein Album ohne Ausfaelle und mit einem gewissen neuen Ansatz, den Hintergrund interessant zu machen(Mein Leben).

14. Wive - Pvll (7/10)
Ja, okay, schwer zu vergleichen, A Whisper In The Noise mit Electronik, ziemlich… traurig. Aber gerade die Verlorenheit dieser elektronischen Kammermusik macht es moeglich sich in ihr zu verlieren.

15. White Hills - White Hills/Stolen Stars Left For No One
White Hills, verdammt nochmal; Jams, die so klingen als haetten sie vorher monatelang nur Krautrock und Earthless gehoert – und gekifft bis zum nicht mehr aufstehen koennen natuerlich und mit “DEAD” haben sie auch noch den besten Psychedelic Rock-Song des Jahres geschrieben.

16. Micah P. Hinson - ...And The Pioneer Saboteurs
Folk mit Anspruch.
Nein, so doof lass ich das nicht stehen: Micah P. Hinson macht hier einfach alles, womit andere das Genre zerstoeren wuerden – aber er klingt dabei so urspruenglich wie mein Platz 10.

17. !!! - Strange Weather, Isn't It
Wenn noch einmal jemand das Wort Dance-Punk in den Mund nimmt, stirbt er. Das Album hat mit Gossip naemlich gar nicht gemeinsam - mit dem Psychedelischen Funk eher mit of Montreal oder eine aktuelle Parliament-Version.

18. Smoke Blow - The Record
Hardcore-Punk in Reinform mit “Ich hau dir in die Fresse”-Texten. Was will man mehr?

19. Trash Talk – Eyes & Nines
Zu 18: Das hier vielleicht… Wenn Trash Talk die Songs ohne Doom-Einschlag jetzt noch ein Stueck zusammendraengen, wie es ihnen frueher gelang, wo kaum einer ihrer Songs laenger als 1 Minute war, 1:30 war ganz selten, dann das hier.

20. Peter Broderick - How They Are
Peter Broderick am Klavier schafft Klassik, Phantom Ghost letztes Jahr waren aber cooler.

21. The Gay Blades – Savages
Rockmusik, ja und das so breitgefaechert, wie man es sein kann, wenn man wirklich nur Rockmusik macht – der Grunge-Einschlag im ersten Song weicht in den anderen einem Brendan Benson, der seine Popaffinitaet nicht wahr haben will.

22. Belleruche - 270 Stories
DJs mit Rocksamples und Soulsaengerin, das ist alles um sowas wie The Xx in cool zu bilden.

Es gab auch andere Alben, die durchaus eine 7/10 verdient haben, die jedoch einfach Songs beinhalteten, die sich fuer mich bis jetzt nicht erschlossen haben. Und wenn ich bei einem Album Skip druecken muss, gehoert es nicht in eine Best-Of-Liste. Diese Alben waren von: Portugal. The Man, Pontiak, Janelle Monae, of Montreal, Haken und einigen anderen.

Dienstag, 7. Dezember 2010

Lieblingsalben 2010? (Editorial)

Hallo Leser,

es geht um die Top-Alben dieses Jahres, also genauer gesagt eure Top-Alben dieses Jahres. Um diese zu waehlen habe ich hier eine Seite eingerichtet. Dort ist auch alles nochmal erklaert, wobei es eigentlich wenig zu beachten gibt.

Viel Spass beim Weiterlesen,
Leon.

Samstag, 24. Juli 2010

Halbjahresrückblick - Teil 2

2010 hat musikalisch bis jetzt nicht besonders viel hergegeben. Aber das hat Markus vor einer Woche ja schon aus seinem Blickwinkel erläutert. Ich bin auch nicht wirklich enttäuscht, weil meine Erwartungen größtenteils an die neuen Alben von Pontiak, Portugal. The Man und Maeckes gekoppelt waren und die drei waren allesamt passabel, Pontiak hat mit „Living“ sogar das 4. tolle Album in Folge rausgehauen.

Der neue Psychedelic Rock, der auf dem Roadburn im kleineren Rahmen schon seit 1999 abgefeiert wird, nimmt immer mehr an Fahrt auf. Auf dem diesjährigen Festival, das erstmals 4-tägig war, traten trotz Aschewolkeprobleme schon über 70 Bands. Von dieser Zahl an Bands sind es alle wert, einmal in ihre Alben reinzuhören. Meine Empfehlungen dieses Jahres sind dabei aber vor allem das selbstbetitelte Album der White Hills, das erwähnte „Living“ von Pontiak und „New Rituals“ von Mondo Drag. Etwas weiter weg von der Szene gab es auch ein tolles, dreckiges, emotionales und vor allem gitarrenbetontes Album von Scout Niblett. Und auch die Altmeister Faust haben dem Rock in ihren experimentellen Mix wieder einen deutlich größeren Bestandteil eingeräumt und voll überzeugt.

Für mich ist dieses Jahr also im Gegensatz zum letzten wieder ein Jahr voller Gitarren, nachdem im Jahresrückblick ’09 bei mir noch die Platten von Dead Man’s Bones, Fun. und Phantom/Ghost einen Platz ganz oben inne hatten. Diesen Alben kann in ihrer strikten Ablehnung von Rockstandards und in ihrer Klasse bis jetzt noch nichts aus diesem Jahr das Wasser reichen. Über die elektronischen Künstler muss ich nicht mehr reden: die wurden im ersten Teil ja schon genügend abgewatscht und im großen und ganzen Stimme ich da auch völlig zu.

Im nächsten halben Jahr ist, wie könnte es anders sein, meine Hoffnung vor allem Seven That Spells, die bis Anfang 2011 voraussichtlich ganze drei Alben veröffentlichen werden und mich wohl noch mehr im Gitarrensumpf versinken lassen. Dazu kommt noch „False Priest“ von of Montreal, auf das der Song „Coquet Coquette“ schon richtig Vorfreude macht und das von mir vielleicht am heftigsten erwartete Debüt seit Jahren, nämlich das von Chase the Dragon, deren zwei geniale EPs schon jetzt einen Platz unter meinen Lieblingstonträgern haben.

Jetzt noch meine Lieblingssongs der letzten 6 Monate:

Portugal. The Man – All My People
Wive – Toast To Famines
White Hills – Dead
The Ruby Suns – Cranberry
The Tallest Man On Earth – King Of Spain
The Bundles – Over The Moon
Maeckes – U Can Do It feat. Saul Williams
Pontiak - Young

erstellt von Leon.

Freitag, 16. Juli 2010

Halbjahresrückblick - Teil 1

Viele von euch und auch wir vom Alternative Block haben uns, nicht zuletzt wegen der vielen großen Namen in den "Coming Soon"-Listen, sehr auf dieses Jahr gefreut. Nun, nachdem die Hälfte 2010s zu Ende ist, fragt man sich natürlich auch mal, was aus seinen Erwartungen geworden ist. Waren die neuen Platten also auch so groß wie der Trubel um sie herum? Kurz und knapp: nein!

Hot Chip legten z.B. das mit Abstand schwächste Album ihrer Karriere hin, Massive Attack und Autechre waren ähnlich mies. Weiterhin war die Get Well Soon mittelmäßig und auch "Congratulations" von MGMT wollte nicht so richtig zünden. Bei letzterem habe ich allerdings noch die Hoffnung, dass sich was mit der Zeit ändert. Es gab aber auch Bands, von denen ich sehr viel halte und die nicht enttäuscht haben. Die 2010er-releases von Tocotronic, Shy Child und The Golden Filter waren alle ordentlich. Ich hatte mir aber mehr von ihnen erwartet als "nur" ordentliche Platten. Wirklich gut waren dieses Jahr hingegen Yeasayer, Bratze, James Yuill, Mystery Jets und Wavves. Nicht zu vergessen The Dance Inc., die mit "This Fighting" das bisherige Album des Jahres rausgebracht haben. Wie jedes Jahr gab es auch 2010 schon einige vielversprechende Newcomer. Besonders The Drums, Tame Impala und die bereits erwähnten Golden Filter sollte man weiterhin auf dem Radar haben.

Wenn man sich das Ganze also nochmal anschaut, ist unschwer zu erkennen, dass dieses Jahr gegenüber 2009, welches allerdings aber auch extrem schwer zu erreichen sein wird, klar den Kürzeren zieht. Denn in letztem Jahr gab es schon zur Jahreshälfte reihenweise großartige neue Alben, z.b. Phoenix, White Lies, Jamie T, The Thermals, Moderat und Sunn O))), um nur einige Namen zu nennen. Um das ganze noch zu verdeutlichen: das einzige neue Album was an diese rankommt, ist "This Fighting".

Ich hab allerdings noch Hoffnung, dass die 2. Hälfte des Jahres nochmal einiges rausholt, so sind u.a. Platten von Miami Horror, Does It Offend You Yeah? und M.I.A. angekündigt und vielleicht kommt ja noch aus dem nichts ein großartiger Newcomer. Vor allem freu ich mich auf die erste richtige EP von Ira Atari & Rampue, die vor kurzem veröffentlicht wurde, in die ich aber bisher noch nicht hören konnte.

Abschließend hier noch die besten Songs aus den letzten 6 Monaten, die man sich mal angehört haben sollte:

Bratze - Das einfache Fluten
Caribou - Sun
Crystal Fighters - In The Summer
Jamaica - I Think I Like U 2
James Yuill - On Your Own
Kavinsky - Nightcall
Korallreven - Loved-Up
Shy Child - Liquid Love
Die Sterne - Life In Quiz
Tame Impala - Alter Ego
Yeasayer - O.N.E.

erstellt von Markus.