Posts mit dem Label Alternative Christmas werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Alternative Christmas werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 11. Dezember 2011

Alternative Christmas: Sufjan Stevens – Songs For Christmas

42 Songs auf 5 EPs aus 5 verschiedenen Jahren in einer Box mit Noten, Textbuch und einer Menge Gimmicks – das ist Songs For Christmas und deswegen ist es fast schon ein moderner Klassiker in der Indie-Welt. Egal, wo im Internet nach hörbarer Weihnachtsmusik fragt, Sufjan Stevens Box ist immer ein Tipp. Und das hat seine Berechtigung. 2 Stunden Weihnachtsmusik braucht natürlich kein Mensch, aber mit ein paar der 17 Eigenkompositionen und ein paar der Neuinterpretationen von traditionellen Weihnachtssongs kann sich sicher jeder Anfreunden und sich ein eigenes kleines Album zusammenstellen, dass dann sogar die Meisterleistung schafft ein und die selbe Stimmung auf unterschiedlichste Weise zu verbreiten. Auf den ersten beiden/drei EPs bleibt Stevens nämlich größtenteils sehr nah am Zuhörer und macht die Jahresschein meistens nur mit Banjo und unzähligen Gitarren schöner. Später kommen dann auch elektronische Elemente, Bläser und Streicher hinzu. Wie man merkt: ich will euch hier nicht meine Lieblingssongs von diesem Mammutwerk auftischen, denn im Endeffekt muss diese jeder selbst finden und genau das sollt auch wirklich jeder mal versuchen!

Neben einigen großartigen Songs muss man Sufjan aber auch zuschreiben, dass er nicht in das Muster verfällt Weihnachten als schreckliches konsumorientiertes Fest zu kritisieren und so allen den Spass verdirbt, sondern das Fest auch als solches darstellt und Freude, Freunde und Familie hier im Vordergrund stehen.

Trotzdem nochmal meine Auswahl an Songs: "It's Christmas, Let's Be Glad", "This Was The Worst Christmas Ever", "Come On! Let's Boogey to the Elf Dance!", "It's Christmas Time!", "Get Behind Me, Santa!", "Jupiter Winter/Sister Winter"

Sonntag, 4. Dezember 2011

Alternative Christmas: The Beatles – The Beatles Christmas Album

Es ist nicht so schön wie es sich anhört. Also – es hört sich nicht so schön an wie man denkt, wenn man es liest. Um es kurz zu machen: Die jährlichen Beatles-Weihnachtsgrüße, die ab dem Jahr 1963 bis 1969 entstanden sind, sind nur für die größten Fans von irgendeinem Wert. Für alle anderen ist es fast nur Gelaber, was die Fab Four da als Weihnachtsgrüße an ihren Fanclub aufgenommen haben. Wirklich in Weihnachtsstimmung kommt man mit diesen 5 minütigen Grüßwörtern bestimmt nicht. Aber es gibt durchaus Lichtblicke in Form dieser kleinen Einminüter, die für die Flexi-Discs aufgenommen worden sind. Die hat wohl mal jemand rauseditiert. Das Ergebnis findet ihr hier (33MB, .WAV)). Und der einzige Weihnachtssong, den die Beatles jemals regulär veröffentlicht haben, darf natürlich auch nicht fehlen. Darum hier „Christmas Time (Is Here Again)“:

Sonntag, 27. November 2011

Alternative Christmas: Low – Christmas EP

Egal, wo man hingeht zu dieser Zeit, zu der die ersten Weihnachtsmärkte die Weihnachtssaison endgültig eingeläutet haben: Man wird von allen Seiten mit „Last Christmas“, „White Christmas“, „Coming Home For Christmas“ oder irgendeinem anderen Song vollgedudelt, der das Wort ‚Christmas‘ im Namen trägt. Das führt bei Menschen mit dem geringsten Anzeichen von Musikgeschmack dann leider zu einem immer größer werdenden Hass auf diese Zeit, der nicht wie bei anderen durch die materialistische Umdeutung der Nächstenliebe oder die zufällige Festlegung eines Feiertages entsteht, sondern nur durch den Willen seinen Gehörgang vor Vergewaltigung zu schützen… Ich spreche da aus Erfahrung und will ab jetzt jeden Adventssonntag ein bisschen Abhilfe schaffen.

Diesmal mit einem Weihnachtsgeschenk von Low, die dieses Jahr schonmal mit ihrem aktuellen Album C’mon hier auftauchten. Zum Anfang will ich nämlich etwas bieten, das man tatsächlich auch mit der ganzen Familie hören kann. Denn die Mormonen von Low lassen sich auf ihrer Christmas EP nicht zu Glaubenskritik verleiten, sondern interpretieren u.a. Weihnachtssongs wie „Silent Night“ oder „Little Drummer Boy“ in ihrem eigenen langsamen, spärlich instrumentierten Stil und ganz ohne Schmunzeln oder Augenzwinkern – und ohne finanzielle Ambitionen erst Recht. Dieses Weihnachtsalbum kommt von Herzen und nur von Herzen wie alle Musik von Low. Obwohl dieses Mal auch Ideen aus der Bibel umgesetzt werden; in „Long Way Around The Sea“ besingen Alan Sparhawk und Mimi Parker in ihrer typischen Art, die nicht besser zu Tannenbaum und Schnee passen könnte, nämlich die 3 Weisen und die Probleme, die sie mit Herodes hatten oder umgekehrt. Das, was man dem Album aber am meisten anrechnen muss, ist, dass es sich nicht auf seiner komfortablen Position als hörbares Weihnachtsalbum ausruht, sondern mit dem Opener „Just Like Christmas“, der mit aller möglichen Perkussion wie z.B. Glocken aufwartet, auch noch neue schnelle und lebensfrohe Wege im Kosmos dieser Band beschreitet.

Die Christmas EP ist also ein Tipp für jeden, der von Weihnachtsmusik genervt ist. Eckt kaum an. Auch für Gläubige und fanatische Christbaumschmücker geeignet!